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Umweltbildung - Schule kann Wissenslücken nicht schließen

28.04.2009

Die Studie "Green at Fifteen" der OECD zeigt, dass Schülerinnen und Schüler in den OECD-Ländern großes Interesse an Umweltthemen haben. Allerdings haben sie häufig große Wissenslücken über die Zusammenhänge, die die Schule allein kaum schließen kann. Je weniger sie wissen, desto optimistischer sind sie, dass sich in den kommenden Jahren die Umweltsituation verbessern wird.

Rund 90 Prozent der 15-jähringen gaben an, dass sie Themen wie Luftverschmutzung für relevant halten, aber 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind aber nicht in der Lage, zumindest eine der Quellen für sauren Regen zu benennen. Dabei gibt es zwischen den Ländern große Unterschiede. In Deutschland gaben 35 bis 40 Prozent der Jugendlichen an, dass sie sich nicht in der Lage sehen, zu komplexeren Umweltproblemen, allgemeine Erklärungen abzugeben.

Insgesamt betrachten die Schülerinnen und Schüler die Umweltsituation eher pessimistisch und dies umso mehr, je besser ihre Kenntnisse in Umweltwissenschaften sind. Nach Ansicht von Experten für Nachhaltigkeit und Bildung ist das für die Durchsetzung neuer Umweltgesetze und den Schwenk hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft kein fruchtbarer Boden

Dass die Schule die Wissenslücken allein nicht schließen kann, gilt unter Experten als wahrscheinlich. Die Zahlen der OECD bekräftigen dies. Zwar geben - je nach Thema - zwischen 50 und 70 Prozent der deutschen Jugendlichen an, dass sie ihre Kenntnisse zur Umwelt aus der Schule haben, eine noch bedeutendere Informationsquelle für deutsche Schüler sind allerdings die Medien. Diese greifen Umweltthemen jedoch oft nur zögerlich auf.

Die Plant-for-the-Planet Akademien - unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel - sind ein Angebot, um Teile dieser Lücke zu schließen. Zielgruppe dieser Akademien sind 10-12-jährige Kinder, die dabei Hintergründe über den Klimawandel erfahren und lernen, was sie selbst dagegen tun können. Sie pflanzen Bäume als Symbole für Klimagerechtigkeit und werden zu Klimabotschaftern ausgebildet. So können sie Altersgenossen und Erwachsenen Ihr Wissen weiter geben und Perspektiven aus der Klimakrise aufzeigen. In den Akademien geht es also nicht nur ums Bäumepflanzen, sondern vor allen Dingen darum, Kinder zu befähigen, Ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

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