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73 neue Botschafter für Klimagerechtigkeit in Hagen

14.11.2016

Am Samstag den 05. November versammelten sich bereits früh morgens 73 Kinder aus fast 20 Schulen auf dem Gelände der Fernuniversität Hagen. Alle hatten sich im Vorfeld für die Plant-for-the-Planet Akademie Hagen angemeldet, um am Ende des Tages zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausgebildet zu werden.

Bei den zahlreichen Unterstützern, die diesen Tag ermöglicht habe, möchten wir uns herzlichst bedanken. Ein besonderer Dank gilt dem Arbeitskreis „Klimagerechtigkeit“, der Fernuniversität Hagen, die die wunderbaren Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte, sowie dem Schirmherrn der Akademie Oberbürgermeister Erik Schulz. Darüber hinaus möchten wir auch den Pfadfindern danken, die den ganzen Tag kräftig mit angepackt und für unser leibliches Wohl gesorgt haben.  Besonderer Dank gilt auch Frau Pempelforth, des AllerWeltHaus´ Hagen und Frau Scharlau, des BDKJs, für die gesamte Organisation vor Ort und die äußerst erfolgreiche Teilnehmerakquise. Ein weiterer großer Dank gilt Frau Tipp für die Vorbereitung ihrer Schüler als Co-Moderatoren und natürlich ihren vier Schülern, die trotz ihres jungen Alters erstklassige Co-Moderatoren und Klimabotschafter waren.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen und Herrn Dr. Schaff, Mitarbeiter der Fernuniverstität Hagen, richtete sich die volle Aufmerksamkeit der Kinder auf die Klimabotschafter und Moderatoren Valencia, Carolina, Philip und Clara, die den Vortrag  „Jetzt retten wir Kinder die Welt!“ hielten. Der Eingangsvortrag hatte es in sich: Quellen von CO2, Treibhauseffekt, Fotosynthese, Klimakrise, Plant-for-the-Planet und globale Gerechtigkeit. Nur gut, dass die Kinder durch Fragen während des Vortrags in die Präsentation einbezogen wurden und anschließend noch fleißig diskutieren konnten.

Da die Diskussion gar kein Ende nehmen wollte, wurde die Pause kurzerhand ausgelassen und wir gingen hoch motiviert direkt in das Weltspiel über. Dazu wurden die Kinder u.a. in Unicorns, Pantherhaie und Elefanten aufgeteilt, um in diesen Kleingruppen beim Weltspiel etwas über globale Verteilung und Gerechtigkeit zu erfahren. Eifrig verteilten die Kinder Spielfiguren, Bonbons und Luftballons als Symbole für Weltbevölkerung, Wohlstand und CO2-Ausstoß auf den ausgebreiteten Weltkarten. Wurden auf einen Kontinent viele Spielfiguren gesetzt, wurden dort auch besonders viele Einwohner vermutet. Die Kinder stellten fest, dass ein großes Ungleichgewicht bei der Verteilung von Bevölkerung, Geld und dem CO2-Ausstoß, den die Menschen zu verantworten haben, besteht. So ließen es sich die Kinder am Ende nicht nehmen, die Luftballons und Bonbons gerecht unter den Spielfiguren aufzuteilen. Schließlich steht allen Menschen das gleiche Recht zu.

Im Anschluss ging es mit dem Rhetorik-Training weiter. Denn die Kinder waren sich einig, über diesen Missstand müssen möglichst viele Menschen informiert werden. So diskutierten wir in den gleichen Kleingruppen gemeinsam darüber, was einen guten Vortrag eigentlich ausmacht und übten anschließend das Aufbereiten und Präsentieren von kurzen Textpassagen, die die Kinder bereits aus dem Eingangsvortrag kannten. Abschließend gaben sie sich dann Tipps, um das Präsentieren beim nächsten Mal noch besser zu machen.

Zum Mittagessen gab es einen sehr leckeren veganen Nudeleintopf. Satt und zufrieden konnten die Kinder über das bisher erlebte diskutieren und die neuen Eindrücke sacken lassen. Die restliche Mittagspause wurde dann entweder an der frischen Luft oder mit rumtoben in dem Foyer verbracht. Bevor es mit dem Programm wieder los ging, spielten wir im großen Kreis „Hula Hoop-Fangen“ und gingen anschließend noch auf die Rennpiste für ein „Pferderennen“ mit zahlreichen Kurven, Hecken, Wassergräben, quietschenden Frauen und grummelnden Herren. Spätestens dann war jedes Mittagstief wieder vertrieben.

Nach der Mittagspause und den Gruppenspielen erklärte Herr Holl, Förster beim Wirtschaftsbetrieb Hagen, wie die Pflanzparty ablaufen wird und worauf beim Einpflanzen der jungen Bäume unbedingt zu achten ist. Über Stock und über Stein ging es in das bereits vorbereitete Waldstück. Hier buddelte jedes Kind, mit Unterstützung der vielen Helfer vor Ort, mindestens einen Baum ein. Herr Holl kontrollierte jeden einzelnen Baum, ob dieser auch tief und fest genug eingepflanzt wurde, um den Winter zu überstehen und sprayte jeden kontrollierten Baum mit etwas Farbe an, sodass auch keiner übersehen wurde. Anschließend ging es auch schon wieder zurück in die Räumlichkeiten der Fernuniverstität, wo bereits leckerer Kuchen auf uns wartete.

Jetzt ging es noch einmal ans Eingemachte: Während eine kleine Gruppe in einem separaten Bereich den Abschlussvortrag für die Eltern vorbereitete, begann für die anderen das Modul „World Café“. Hier bearbeiteten die Kinder, die jeweils an vier Stationen gestellten Fragen: „Wie erreichen wir, dass Medien über uns berichten?“, „Wie motivieren wir die Erwachsenen?“, „Wie motivieren wir Freunde und Mitschüler?“ und „Wie organisieren wir eine Pflanzparty?“.

Die Ergebnisse der Arbeit im Weltcafé und der Schulgruppenarbeit wurden, neben dem Akademie-Vortrag, in der Abendveranstaltung Familie, Freunden und Lehrern präsentiert. Gemeinsam erzählten wir den Eltern, was wir spannendes den Tag über gemacht und gelernt haben und was wir zukünftig für den Schutz des Klimas machen wollen.

Nach einem langen, ereignisreichen und freudigen Tag erhielten alle 73 Teilnehmer zum Abschluss endlich ihre Urkunde, welche sie als Botschafter für Klimagerechtigkeit auszeichnet. Ein interessanter Tag ging damit zu Ende. Neben den vielen Erfahrungen und neuen Erkenntnissen nahmen alle neu ausgebildeten Botschafter ihre Botschafter-Taschen mit vielen Informationen sowie einer Tafel „Die Gute Schokolade“ mit nach Hause. Eltern, Freunde, Veranstalter und Gäste waren sehr beeindruckt von der Leistung der Kinder.

Das Team von Plant-for-the-Planet bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für diesen wunderbaren Akademie-Tag. Es hat uns große Freude bereitet und wir kommen gerne wieder.

Weitere Fotos finden Sie hier.

 

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