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Plant-for-the-Planet in Ecuador

10.03.2009

Gregor Hintler, ein Mitgründer von Plant-for-the-Planet, absolvierte einen einjährigen Auslandszivildienst in Ecuador. Täglich war er mit den katastrophalen Folgen der Abholzung konfrontiert und kam so zum Schluss, dass das Pflanzen von Bäumen zu einer Minderung der Probleme führen würde.

Das Projekt wird im Landkreis Puerto Quito, etwa 130 km westlich von der Hauptstadt Quito und nur einige Kilometer nördlich des Äquators durchgeführt. Dieser Landkreis ist Teil des ökologischen Gebietes "Chocó", dass zu den zehn Gegenden mit der höchsten Biodiversität der Welt zählt. Jedoch wurde in den letzten 30 Jahren massiv abgeholzt, sodass heute nur noch ca. 30% der natürlichen Vegetation besteht. Die Auswirkungen kann man schon jetzt erkennen: Veränderung des Klimas, weniger Regen, Erosion, Aussterben bestimmter Tier- und Pflanzenarten, etc.
In einem ersten Schritt wurden deshalb vor allem fluss- und quellnahe Gebiete von 15 deutschen Zivis gemeinsam mit den jeweilig ansässigen Dorfgemeinschaften aufgeforstet. Insgesamt wurden zwischen November 2007 und Mai 2008 10.000 einheimische Bäume 13 verschiedener Arten gepflanzt.

Die zweite Etappe begann im Juli vergangenen Jahres. 20.000 einheimische Bäume sollen bis August 2009 auf der Suamox Ranch, einer "Ökoplantage" gepflanzt werden. Sie erstreckt sich auf 130 Hektar, der größte Teil sind Weideflächen. Die Besitzer von Suamox haben bereits im Jahr 2000 angefangen, Teile der Ranch aufzuforsten. Für nachhaltige Landwirtschaft und nachhaltigen Tourismus hat Suamox deshalb verschiedene Ökosiegel bekommen, wie zum Beispiel von "Rainforest Alliance" und "Smart Voyager". Unter der Leitung von Edwin Bustamante, einem Ecuadorianischen Umweltingenieur, wurden dort seit September 2008 bereits 7500 Bäume gepflanzt. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Einbindung der Einheimischen. Vorallem Schüler und Eltern der drei Gymnasien Puerto Quitos sowie deutsche Voluntarier beteiligen sich aktiv am Bäumepflanzen. Darüber hinaus kommen regelmäßig Studenten der Fakultät für Agrarwissenschaften der Unversität Quito und unterstützen das Projekt. Ziel ist es, 20 Hektar neuen Regenwald zu pflanzen und so Lebensraum für unzälige Pflanzen und Tiere zu schaffen.
 

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