AB IN DEN WALD

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Zukunftswerkstatt in Aschau am Inn

09.08.2013

ImageAschau - "Man sollte immer nur soviel verbrauchen, was man auch braucht und was die Natur hergibt", so lautet die einfache Definition von Eva, was Nachhaltigkeit ist. Sie ist eine der elf Teilnehmer der Zukunftswerkstatt, die im Rahmen des Ferienprogramms erstmals organisiert wurde. Mit großer Ernsthaftigkeit haben sich die Kinder mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" auseinandergesetzt. Dazu pflanzten sie auf einem gemeindeeigenen Grundstück 30 Bäume.

Kinder bei der Zukunftswerkstatt: Förster Andreas Schlegel erklärte den Kindern, wie man Bäume richtig einpflanzt (Bild links) - Die Teilnehmer präsentierten ihre Ergebnisse zum Thema "Nachhaltigkeit" (Bild Mitte) - Klimabotschafter Karl von Karlinski von Carlowitz und Bürgermeister Alois Salzeder mit dem Motto "Stop talking, start planting". Fotos hsc

Inspiriert von dem Vortrag des zwölfjährigen Botschafters für Klimagerechtigkeit, Karl von Karlinski von Carlowitz, zum Thema "Warum ist Nachhaltigkeit wichtig für unsere Zukunft?", machten sich die Kinder im World-Cafe bei Gruppenarbeiten ihre eigenen Gedanken dazu.

So schlugen beispielsweise Agathe und ihre Gruppe einen autofreien Tag pro Woche vor. Sie riefen dazu auf, regionale Lebensmittel einzukaufen und auch immer nur soviel, wie man tatsächlich braucht, um der Abfallflut Einhalt zu gebieten. Den Autofahrern redeten sie ins Gewissen, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Jan und Moritz regten an, Früchte zu sammeln und neue Bäume und Sträucher zu pflanzen. Simon, Karl und Moritz riefen dazu auf, gegen Großkonzerne zu protestieren, die Trinkwasserquellen kaufen oder den Regenwald abholzen und so neue Weiden für Rinder zu schaffen, die für die Produktion von Fastfoodhackfleisch benötigt werden.

Thomas ergänzte noch, dass man weniger Wasser verschwenden und die Wälder vergrößern sollte, um weniger CO2 zu produzieren. Zudem sollte seiner Meinung mehr Wert auf Recycling gelegt werden.

Bereits am Vormittag wurden die elf Kinder von Bürgermeister Alois Salzeder, dem Botschafter für Klimagerechtigkeit Karl von Karlinski von Carlowitz der Stiftung Plant-for-the-Planet, und dem Organisator der Zukunftswerkstatt, Georg Ametsbichler, im Faßschupfen in Empfang genommen. Danach ging es zu einem gemeindeeigenen Grundstück in Aschau-Werk, wo die Kinder Bäume pflanzten. Auf der Pflanzfläche erklärte Förster Andreas Schlegel das Pflanzen an einem Ahorn. Die Kinder waren dann mit Feuereifer bei der Arbeit und setzten 30 Eichen und eine Tanne ein.

Nach dem Mittagessen, einer Runde Fußball und Volleyball, kümmerten sich die Kinder wieder um die Nachhaltigkeit. Ausführliche Informationen bekamen sie durch den Vortrag des Klimabotschafters Karl von Karlinski von Carlowitz sowie den Kurzfilm "Einführung Plant-for-the-Planet".

Ein sehr gelungener Tag, der sich aus einem Vortrag von Karl von Karlinski von Carlowitz am Waldbesitzertag in Mühldorf im Juni diesen Jahres ergab. Karl ist Nachfahre des berühmten Carl von Carlowitz, der vor 300 Jahren den Begriff der Nachhaltigkeit erstmals prägte. Er engagiert sich im Sinne seines Vorfahren und setzt sich mit Feuereifer für das Thema Nachhaltigkeit und Plant-for-the-Planet ein.

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© OVB

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